Die Saurierspuren in Barkhausen

Es war einmal...
...da zog eine kleine Herde langhalsiger Saurier über eine schlammige Ebene, genau dort, wo heute der kleine Ort Barkhausen liegt. Mindestens neun Tiere waren es, einige davon sehr groß, andere kleiner. Auch zwei große Raubsaurier hinterließen im gleichen Schlamm ihre dreizehigen Fußabdrücke.

Feiner Sand füllte wenig später die Abdrücke und begrub die ganze Schlammschicht unter sich. So wurde rein zufällig eine kleine Szene aus dieser Zeit im Boden festgehalten. Auf zwei Beinen laufende Fleischfresser hinterließen die dreizehigen Spuren. Möglicherweise wären es die sogenannten Megalosaurier. Camarasaurier, langhalsige Pflanzenfresser, drückten vermutlich die runden Fährten in den Schlamm.

Viele weitere Schichten aus Ton, Sand und Kalk sollten sich später noch über die Fährtenplatte ablagern. So wurde der weiche Schlamm schließlich zu hartem Fels. Millionen Jahre später kam noch einmal Unruhe in das Gestein: Gewaltige Bewegungen in der Erdkruste hoben das Gebiet südlich von Barkhausen an, so dass die Gesteinsschichten gekippt und steilgestellt wurden. Es war die Geburtsstunde des Wiehengebirges.

Als dann im Jahre 1921 ein Geologe einen kleinen Steinbruch bei Barkhausen besuchte, entdeckte er einige der Fährten an der steilen Felswand und ließ eine größere Fläche freilegen. 1982 wurde der Steinbruch unter Naturschutz gestellt. Seit 2000 schützt ein Glasdach die Fährtenplatte und Modelle der Saurier ergänzen das urzeitliche Ensemble.
Heute findet hier "Das kleine Fest am großen Saurier" statt und das international besetzte "Obertonfestival". Führungen für Gruppen auf Anfrage bei der

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